Astaxanthin: Wirkung & spezielle Bedeutung für Sportler

Astaxanthin in roter Paprika

Allgemeines zu Astaxanthin 

Astaxanthin gehört zur Gruppe der Carotinoide. In dieser Klasse an natürlich vorkommenden und fettlöslichen Pigmenten sind in der Natur über 800 verschiedene gelbe und rote Varianten bekannt. Astaxanthin gilt als das wirkungsvollste und stärkste Carotinoid. 

Gebildet wird es von Plankton, Algen, Schimmelpilzen, Bakterien und einigen Pflanzen. Es schützt diese vor den schädlichen Auswirkungen von Sauerstoff und Sonnenlicht. Astaxanthin ist ein fettlösliches Antioxidans und entfaltet seine Wirksamkeit im Körper daher im lipiden Bereich.

Die höchste Konzentration von Astaxanthin ist in der Grünalge Haematococcus pluvialis zu finden. Von diesem Ursprung gelangt es in den Kreislauf der Nahrungskette. Die Grünalge schüttet unter Stressbedingen den roten Farbstoff aus. Dies ermöglicht ihr, sogar unter extremen Bedingungen bis zu 40 Jahre auszuharren. 

Lachse, Forellen, Flusskrebse, Hummer und Krabben und auch Flamingos besitzen ihre rote Färbung durch das Astaxanthin. Sie werden durch Astaxanthin vor Photooxidation (Schäden durch UV-Strahlung) geschützt. Zudem verhindert Astaxanthin die Oxidation ungesättigter Fettsäuren. Auch bei der Regulation des Immunsystems und beim Fortpflanzungsverhalten und der Fruchtbarkeit spielt der Wirkstoff eine große Rolle.

Die Wirkung von Astaxanthin 

Astaxanthin gilt als eines der stärksten Antioxidantien. Es weist entzündungshemmende und immunmodulatorische Eigenschaften auf und bietet ein breites Wirkspektrum bei verschiedenen Erkrankungen: darunter Zellschutz für die Haut, Einsatz bei chronischen Gelenkbeschwerden, Herz-Kreislauf-Unterstützung, Augenerkrankungen und Entzündungen. 

Antioxidantien neutralisieren die freien Radikale im Körper. Freie Radikale entstehen durch verschiedene Faktoren, wie z.B. Sonnenstrahlung, Stress, Luftverschmutzung, Rauchen, Infektionen, chronische Krankheiten und intensive körperliche Belastungen wie beim Sport. 

Die spezielle Bedeutung von Astaxanthin für Sportler

Der Mechanismus für die positiven Eigenschaften bei Sportlern liegt in der starken antioxidativen Wirkung von Astaxanthin.

Astaxanthin als fettlöslicher Wirkstoff entfaltet seine Wirkung in den lipiden Bereichen des Körpers. Es erstreckt sich in den Membranen der Zellen durch die gesamte Lipid-Doppelschicht und schützt sowohl die Innen- wie auch die Außenseite der Membran vor den Schäden der freien Radikale.

Wie erwähnt: Häufige sportliche und (hoch)intensive Aktivitäten und starke körperliche Belastungen verursachen Oxidationsprozesse im Körper, die zu freien Radikalen führen. Je intensive Aktivität, desto mehr freie Radikale. 

Im Körper schädigen die freien Radikalen mittels unkontrollierter Oxidation die Zellen, dies kann zur Verschlechterung des Allgemeinzustandes und vorzeitigen Alterungsprozessen führen. Antioxidantien schützen die Zellen vor den Schädigungen der freien Radikale und können damit gesundheitlichen Beeinträchtigungen vorbeugen. 

Studien zur Leistungssteigerung durch Astaxanthin im Sport 

Antioxidantien neutralisieren freie Radikale: Stehen nicht ausreichend antioxidative Wirkstoffe zur Verfügung, treten bei intensiver sportlicher Betätigung schneller Ermüdungserscheinungen auf und Muskeln und Gelenke können stärker unter der körperlichen Belastung leiden. 

So weisen Studien darauf hin, dass eine Leistungssteigerung sowohl hinsichtlich Kraft als auch Ausdauer möglich ist und dass der Körper nach intensiven Trainingseinheiten schneller regeneriert. Auch sollen weniger Muskelkater und geringere Gelenkbeschwerden auftreten. 

In verschiedenen Studienansätzen u.a. mit Fußballspielern und Radrennfahrern wurde untersucht, welche positiven Eigenschaften Astaxanthin speziell für Sportler und Athleten aufweist. Hier zeigte sich, dass Astaxanthin den durch Bewegung ausgelösten oxidativen Stress deutlich reduziert und somit Ermüdungserscheinungen und Muskel- und Gelenkbeschwerden abfangen kann. Somit sind signifikante Leistungssteigerungen möglich. (1-4)

Eine Doppelblindstudie untersuchte die Kraftausdauersteigerung über einen Zeitraum von sechs Monaten an einer Kniebeugemaschine bei Gabe von 4 mg Astaxanthin am Tag. Probanden, die 4 mg Astaxanthin am Tag erhielten, steigerten ihre Wiederholungszahl im Studienzeitraum um 27 Wiederholungen. Die Teilnehmer ohne Astaxanthin (Placebogruppe) erzielten nur eine Trainingssteigerung von neun Wiederholungen. Die Astaxanthin-Gruppe wies somit ein dreifach besseres Ergebnis auf. (5)

Eine Untersuchung mit professionellen Radsportlern, die über einen Zeitraum von 4 Wochen die Minimaldosierung von 4mg/Tag Astaxanthin einnahmen, zeigte eine deutliche Leistungssteigerung auf. Im Vergleich zur Placebogruppe konnten die Probanden, die Astaxanthin erhielten, eine Zeitverbesserung von über 2 Minuten bei einer Rennstrecke über 20 km erreichen. 

Am Ende der 4 Wochen erhöhte sich die Leistungsfreisetzung der Astaxanthin-Gruppe um durchschnittlich 15%, die Radsportler waren durchschnittlich 5% schneller. Bei der Placebogruppe zeigte sich am Ende der 4 Wochen keine Verbesserung in ihren Zeiten.6

Die richtige Versorgung mit Astaxanthin im Sport

Die Zufuhr an Astaxanthin könnte durch den Verzehr von bestimmten Lachssorten unterstützt werden. Die gängige Standarddosierung von 4 mg Astaxanthin/Tag wäre bspw. in 100 g Rotlachs enthalten. Auch weitere wichtige Inhaltsstoffe wie z.B. Omega3- und Omega6-Fettsäuren würden damit abgedeckt werden. 

Der tägliche Verzehr von 100g Rotlachs ist in der Realität dennoch eher schwierig umzusetzen. Um die empfohlene Tagesdosis von 4 mg Astaxanthin abzudecken, macht die Einnahme von Astaxanthin als Nahrungsergänzungsmittel daher Sinn.

Aufgrund der generellen Wichtigkeit von Antioxidantien im Sport erhalten auch all unsere Sportnahrungs-Produkte natürliche Antioxidantien in hohen Mengen. So zum Beispiel in FAST CARBSLOW CARB oder in unserem RECOVERY SHAKE.

Quellen 

1. Klinkenberg LJ, Res PT, Haenen GR, Bast A, van Loon LJ, van Dieijen-Visser MP, et al. Effect of antioxidant supplementation on exercise-induced cardiac troponin release in cyclists: a randomized trial. PloS one. 2013;8(11):e79280. PubMed PMID: 24260184. Pubmed Central PMCID: 3834092.
2. Djordjevic B, Baralic I, Kotur-Stevuljevic J, Stefanovic A, Ivanisevic J, Radivojevic N, et al. Effect of astaxanthin supplementation on muscle damage and oxidative stress markers in elite young soccer players. The Journal of sports medicine and physical fitness. 2012 Aug;52(4):382-92. PubMed PMID: 22828460.
3. Aoi W, Naito Y, Takanami Y, Ishii T, Kawai Y, Akagiri S, et al. Astaxanthin improves muscle lipid metabolism in exercise via inhibitory effect of oxidative CPT I modification. Biochemical and biophysical research communications. 2008 Feb 22;366(4):892-7. PubMed PMID: 18082622.
4. Sawaki, K., et al., (2002). „Sports Performance Benefits from Taking Natural Astaxanthin Characterized by Visual Acuity and Muscle Fatigue Improvements in Humans.“ Journal of Clinical Therapeutics & Medicines. 18:(9)73-88.
5. Curt L. Malmsten ÅL. Dietary Supplementation with Astaxanthin-Rich Algal Meal Improves Strength Endurance Carotenoid Science. 2008;13. PubMed PMID:
6. C.P. Earnest, et al., “Effect of Astaxanthin on Cycling Time Trial Performance,” International Journal of Sports Medicine 32(11), 882-888 (2011). https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21984399

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